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Berufliche Orientierung und Dienstleistungen

Zielgruppe Menschen, die erwerbsfähig sind, keine bezahlte Arbeit haben und Arbeitslosengeld II beziehen;
evangelische Kirchengemeinden und diakonische Einrichtungen, die eine Arbeitsgelegenheit bzw. Zusatzjobs einrichten möchten.

Angebot Vermittlung von Arbeitsgelegenheiten im Rahmen von Hartz IV in Gemeinden, diakonischen Einrichtungen oder bei evangelischen Trägern (Eingliederungsmaßnahmen nach §§ 16 Absatz 3 SGB II)

Ort Frankfurt am Main

2 Männer am Tisch„Seit ich hier arbeite geht es mir viel besser - auch gesundheitlich“, erklärt Sergio P. Zehn Jahre war der Elektromechaniker arbeitslos, hatte jeweils kurze Einsätze bei einer Reinigungsfirma oder bei der Messe. Seit November 2005 nun nimmt er eine Arbeitsgelegenheit im handwerklichen Bereich einer evangelischen Einrichtung wahr. So wie Sergio P. geht es vielen. „Outgesourct“ heißt das Schlagwort, das in aller Munde ist und immer mehr Menschen trifft. Sie verlieren ihren Arbeitsplatz bei Firmen, Banken oder Versicherungen, auch wenn sie ein hohes Kompetenzniveau haben.

Den eigenen Wert wiederentdecken

„Wir möchten adäquate Arbeitsgelegenheiten anbieten – entsprechend den Fähigkeiten und dem Wunsch, etwas Sinnvolles zu tun“, erklärt Joachim Otto, Arbeitsbereichsleiter Beschäftigung und Qualifizierung, und ergänzt: „Das beinhaltet gegebenenfalls eine Neuorientierung – beruflich wie privat“. Das Team besteht aus drei Diplom-Sozialpädagogen/innen. Sie sind Ansprechpartner für Gemeinden und diakonische Einrichtungen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind nicht nur wichtige Kontaktpersonen für die betroffenen Menschen, auch alle Formalitäten und Voraussetzungen für die Schaffung von Arbeitsgelegenheiten werden geklärt.

Schließlich möchte das Diakonische Werk für Frankfurt am Main Arbeitslosen nicht nur einen Wiedereinstieg in den beruflichen Alltag ermöglichen, sondern sie gleichzeitig stabilisieren, ermutigen und ihr Selbstwertgefühl stärken. Dazu trägt eine kompetente pädagogische Betreuung bei. Sie hilft, entstandene Probleme zu klären und vermittelt bei Bedarf an weitere diakonische Fachdienste. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind zudem im regelmäßigen Kontakt mit den Rhein-Main-Job-Centern, denen auch eine zentrale Aufgabe zukommt, wenn es um die weiteren beruflichen Perspektiven nach der Wiedereingliederungsmaßnahme geht.

Ein entscheidender gesellschaftlicher Beitrag von Kirche vor Ort

Im Angebot des Diakonischen Werkes sind ausschließlich Hilfstätigkeiten für einen Zeitraum von zwölf Monaten. Gezielt möchte die Arbeitsstelle Kirchengemeinden und andere evangelische Träger für die Einrichtung solcher Arbeitsgelegenheiten gewinnen. Sie können zum Beispiel einen Einkaufsdienst für betagte Menschen im Stadtviertel ermöglichen. Otto hält es insgesamt für ein „immens wichtiges Signal“, wenn Kirche und Diakonie sich für Arbeitsgelegenheiten engagiert, denn: „Wenn man den Menschen in ihrem Sozialraum Arbeit gibt, ist das eine wichtige Art der Mitgliederpflege.“

Kontakt

Berufliche Orientierung und Dienstleistungen
im Diakonischen Werk für Frankfurt am Main
Rotteckstraße 16
60316 Frankfurt
Tel.: 069/299 255-100
Fax: 069/299 255-149
E-Mail: koordination.agh@diakonischeswerk-frankfurt.de

Das Koordinationsteam: Andrea Vukajc, Conny von Schumann, Alexander Pegrisch.

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