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Wohngemeinschaften Demenz

Zielgruppe Ältere Menschen, die an Demenz erkrankt sind

Angebot Wohnen mit Betreuung in Wohngemeinschaften

Ort Frankfurt am Main

Schon seit einiger Zeit kann sich Hildegard M. immer schlechter erinnern – selbst an ganz alltägliche Dinge. Nun irrt sie ziellos in der Gegend herum, nachdem sie ihre Wohnung zum Einkaufen verlassen hat und findet nicht mehr zurück. „Demenz des Alzheimer-Typs“, lautet die ernüchternde Diagnose. Ihre Tochter ist verzweifelt. Schließlich ist sie berufstätig und hat eine Familie zu versorgen. Wer soll sich um ihre Mutter kümmern, wenn sie rund um die Uhr Betreuung benötigt? Immer mehr Angehörige von Demenzerkrankten stehen vor einer ähnlichen Frage.

Raus aus dem Dilemma

Bild: Seniorin Rund 1,2 Millionen Menschen in Deutschland sind an Demenz erkrankt, in Frankfurt am Main leben nach Schätzungen etwa 10.000 – mit steigender Tendenz. Viele Betroffene werden bis über die Belastungsgrenze hinaus von Familienmitgliedern Tag und Nacht betreut. Pflegen oder pflegen lassen: Diese Frage stürzt Angehörige oft in einen tiefen Konflikt, denn wenn die Herdplatte vergessen wird auszuschalten und die Betroffenen aufgrund ihrer Orientierungslosigkeit sich nicht mehr zurechtfinden und „weglaufen“, sehen viele als Ausweg nur ein Alten- und Pflegeheim.

Genau hier setzt das Konzept der Wohngemeinschaften für demenziell erkrankte Menschen im Alter an. Die Bewohner leben in familienähnlichen Strukturen und genießen ein hohes Maß an Selbständigkeit durch eine Betreuung rund um die Uhr. Alltagsbegleiter stehen Ihnen in einer überschaubaren Umgebung zur Seite. Ambulante Pflege gewährleistet medizinische Betreuung. Auch mit den Angehörigen gibt es eine enge Zusammenarbeit.

Geborgenheit schafft Lebensqualität

Bild: gemeinsames Kaffeetrinken Wohnen ist ein zentraler Bereich, der das persönliche Wohlbefinden entscheidend prägt. Die eigene Wohnung vermittelt Sicherheit, Geborgenheit und Lebensqualität. Auf Demenzerkrankte trifft dies in besonderer Weise zu: Sie verbringen ihren Alltag vor allem in eigenen Räumen und haben ein großes Bedürfnis nach Sicherheit.

Die Wohngemeinschaften gründen auf dem Prinzip der Vertrautheit. Im Vordergrund steht das Alltagsleben, das sich an den Bedürfnissen der Bewohner und den Abläufen eines Privathaushaltes orientiert. Die Pflege ordnet sich diesem unter. Jeweils sieben oder acht Menschen leben in einer gemeinsamen Mietwohnung zusammen. Die Einzelzimmer werden von den Bewohnern und Bewohnerinnen mit eigenen Möbeln selbst ausgestattet. Mittelpunkt des Geschehens ist die zentrale Wohnküche, die auch Platz für besondere „Erinnerungsstücke“ lässt. Für den Erkrankten bleibt ein überschaubares und häuslich geprägtes Umfeld erhalten. Die Gemeinschaft und die kontinuierliche Betreuung geben ihm dabei Halt.

 

Kontakt

Ansprechpartner:
Büro Helmut Ulrich
Battonstraße 26 – 28 (Evangelisches Pflegezentrum)
60311 Frankfurt am Main
Tel.: 069 / 25 49 21 11
Fax: 069 / 25 49 21 98
E-Mail: h.ulrich@epzffm.de

Wohngemeinschaft Höchst
Josef-Fenzl-Straße
60529 Frankfurt

Wohngemeinschaft Preungesheim
Gundelandstraße
60435 Frankfurt

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