Wir über uns

Bild: Dr. Michael FraseDiakonie in der Großstadt – Auftrag und Herausforderung

Von Dr. Michael Frase, Leiter des Diakonischen Werks für Frankfurt am Main

Liebe Leserinnen und Leser,

Frankfurt ist vielfältig, international und multikulturell – mit allen Chancen und Problemen. In der Mainmetropole leben nicht nur die unterschiedlichsten Menschen zusammen, auch extreme Gegensätze treten offen zutage. Hier die Banken, die Welt der Wirtschaft – dort, direkt nebenan, Menschen in sozialen Notlagen: Wohnsitzlose und Drogensüchtige. „Globalisierung“ lautet das Stichwort, das einerseits fasziniert, andererseits für viele mit Ängsten verbunden ist - um die Zukunft, den Arbeitsplatz, die soziale Sicherheit. Der Sozialstaat befindet sich im Wandel und Diakonie ist mehr gefragt denn je – als Träger vielfältiger Hilfs- und Beratungsangebote, die stets den Menschen im Blick haben.

Soziales Klima mitprägen

Bild: Blick aus Frankfurter HauptbahnhofDiakonie steht für Fachlichkeit, Professionalität und sozialpolitische Einsicht.
Unsere Tradition macht uns dafür stark. Diakonie leitet sich ab vom griechischen Wort für „Dienst“ und hat ihre Wurzeln im Glauben Israels und der frühen Christenheit. Über Jahrhunderte haben sich Formen diakonischen Handelns weiterentwickelt. Und auch in Zukunft wird der Dienst am Nächsten mit zeitgemäßen Angeboten unsere ureigenste Aufgabe bleiben. Nicht zuletzt geht es um Menschenwürde und Gerechtigkeit. So prägen wir das soziale Klima in Frankfurt mit und bauen an einer Gesellschaft, die Gemeinschaft ermöglicht und Chancen bietet – von Arbeitsplätzen über Bildung bis hin zu materieller Absicherung.

Ein Netzwerk für Frankfurt

Schließlich ist Diakonie die soziale Arbeit der evangelischen Kirche. Mit Kirchengemeinden, Diensten und Einrichtungen arbeiten wir intensiv zusammen. Doch die Diakonie braucht auch andere Partner. Nur gemeinsam können wir ein starkes Netzwerk zum Wohl der Frankfurter Bürgerinnen und Bürger schaffen. Stadt- und Stadtteilkultur sind entscheidende Begriffe, die es mit Leben zu füllen gilt. Das Projekt „Soziale Stadt - Neue Nachbarschaften“, an dem das Diakonische Werk für Frankfurt am Main mit Quartiersmanagement maßgeblich beteiligt ist, steht dafür beispielhaft. Ein differenziert arbeitendes soziales Netz ist ein entscheidender Standortvorteil auch für die Wirtschaft in unserer Stadt.

Wir sind stark für andere

Bild: Platz mit MenschenAls freier Wohlfahrtsverband sind wir Teil des Sozialsystems und ein kritischer Partner, wenn es darum geht, Toleranz und Solidarität mit den Schwachen einzufordern und Ursachen von Notlagen zu beheben. Grundlage unserer Arbeit ist der Glaube an Jesus Christus. Er drückt sich aus durch praktizierte Nächstenliebe - stark sein für andere. Untrennbar dazu gehört die Achtung eines jeden Menschen, ganz gleich in welcher Lebenssituation er sich befindet. So wie Gott jeden Menschen annimmt, unabhängig davon, was er ist und was er kann – auch im Scheitern und in der Schuld.

Ihr


Dr. Michael Frase

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